Robert H.Grubbs

31st Paul Karrer Lecture 2005

Aula der Universität Zürich

Olefin Synthesis Using Ruthenium Metathesis Catalysts

Die Stiftung für die Paul Karrer-Vorlesung der Universität Zürich, die anlässlich des 70. Geburtstages und Rücktritts von Chemie-Nobelpreisträger (1937) Paul Karrer im Jahre 1959 auf Anregung von Freunden und Schülern gegründet worden ist, hat die Aufgabe, alle zwei Jahre herausragende Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Chemie zu einer wissenschaftlichen Vorlesung im Rahmen unserer Universität einzuladen und ihnen bei diesem Anlass die Paul Karrer-Medaille in Gold zu verleihen.

Der diesjährige Geehrte ist Professor Robert H. Grubbs vom California Institute of Technology in Pasadena (USA). Er ist Mitglied der US National Academy of Sciences und der American Academy of Arts and Science.

In Kentucky geboren, studierte Herr Grubbs aber in Florida an der Universität von Gainesville, wo er 1965 den M.Sc. bei M.A. Battiste erwarb. Seine Dorktorarbeit führte er anschliessend an der Columbia University in New York unter R. Breslow aus und erhielt 1968 den Ph.D.-Titel. Nach seiner postdoktoralen Zeit an der Stanford University begann er seine Karriere an der Michigan State University als Assistenzprofessor und später als Associate Professor bevor er 1978 Professor am California Institut of Technology in Pasadena wurde.

Prof. Grubbs hat höchst effiziente neue Methoden entwickelt, welche von herausragender Bedeutung für die Synthese von wichtigen Stoffen unseres täglichen Lebens sind. Durch Verringerung von Energieverbrauch, Menge an Abfall und Produktionskosten haben seine Innovationen die chemischen Unternehmen befähigt, unserer Gesellschaft noch besser zu dienen. Im Besonderen haben seine katalytischen Methoden für die Herstellung von Kunststoffen und für die selektive Umwandlung kleiner pharmazeutisch aktiver Moleküle weitreichende Auswirkungen sowohl für die Grundlagenforschung als auch in gleichem Masse für die Entwicklung industrieller Prozesse.
Prof. Grubbs erhielt für seine wissenschaftliche Arbeit viele Preise, darunter 1997 die Nagoya Medal of Organic Chemistry, 2000 den ACS Herman F. Mark Polymer Chemistry Award, 2001 den ACS Herbert C. Brown Award for Creative Research in Synthetic Methods, 2002 den Arthur C. Cope Award, 2003 die Pauling Award Medal, und 2003 den ACS Tetrahedron Prize for Creativity in Organic Chemistry,